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Skandalsender und die Berichterstattung über unsere Landwirtschaft!
Ich kann jede noch so gute Sache schlecht darstellen. Schweine haben immer eine Kotecke, und das 1% der Tiere erkranken ist wenig. Die 99% gesunden Tiere werden in vielen Beiträgen nicht gefilmt. Diese Berichterstattung ist voll daneben. Man sollte das Privatleben von den Stalleinbrechern mal filmen, und aus jedem kleinen Fehlverhalten (Pups, Rülpsen, Staub unter dem Schrank, Nase popeln, Familienstreit,...) einen Film (natürlich nachts) drehen. Was da wohl für ein Portrait bei rauskommt? I Diese Scheinheiligkeit ist einfach unglaublich!

 

(Danke Jannis für den Hinweis auf diesen tollen musikalischen Beitrag! Dickes Lob an Julia, Helen und Malte!)

Wieviel mehr darf dasKotlett kosten? Unsere Landwirte im Interview mit Panorama.

https://www.youtube.com/watch?v=9Xm2P2yUiWc

 

In Deutschland sichern 350.000 Landwirtschaftsbetriebe 7 Tage die Woche das ganze Jahr unsere Ernährung, so dass niemand mehr Hunger leiden muss. Durch die Landwirtschaft werden 53% der deutschen Fläche gepflegt. Unsere Nahrungsmittelsicherheit steigt stetig, und ist ein Grund dafür, warum unsere mittlere Lebenserwartung stetig steigt. Gerne übernehmen wir die große Verantwortung unsere Bevölkerung gesund und ausreichend zu ernähren. Wir haben viel Spaß daran eure Ernährung zu sichern, und es wäre toll, ein bischen Wertschätzung dafür zu kriegen. Also wenn Euch das nächste Mal Stallgeruch, Traktorenlärm u.s.w. stören denkt daran, dass es ohne Landwirte auch kein Essen gibt und ihr all die Arbeit wieder alleine erledigen müßtet.  Auch wir sind sehr daran interessiert, die Nachhaltigkeit unserer Produktion immer mehr zu verbessern. Die Erzeugung von Produkten höchster Qualität stärkt das Vertrauen in uns und damit unsere Höfe. Also sprecht uns an und vertraut uns!

 

In nur 40 Jahren wird der weltweite Bedarf an Nahrungsmitteln doppelt so hoch sein!

 

1. Fakten, was unseren Ackerbau angeht: 

Wir Landwirte stehen für einen gezielten, minimalen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Wir würden uns freuen, wenn die Bevölkerung erkennen würde wieviel Arbeit in der Erzeugung unserer Nahrungsmittel steckt. Es kann doch nicht richtig sein, dass die Entsorgungskosten für eine Tonne Müll höher sind, als der Wert einer Tonne an Getreide. Außerdem haben wir das Glück in Deutschland eine wunderschöne, durch unsere Landwirtschaft gepflegte, Landschaft zu haben.

ung erzielen. Neue Techniken (z.B. moderne Traktoren,....) benötigen weniger Treibstoff, erzeugen weniger Schadstoffe und sind wesentlich effizienter/ha Ackerland. Dies ist eine Entwicklung, die unserer Umwelt zu Gute kommt. An einer Optimierung des Gleichgewichtes zwischen Ökonomie und Ökologie sind auch wir sehr interessiert. Landwirtschaft ist ja kein starrer Begriff, und ist wie alle anderen Industriezweige auch im ständigen Wandel. Natürlich haben auch  wir erkannt, dass Nitrate im Grundwasser ein Problem sind, und steuern diesem mit Nährstoffbilanzen, Güllekataster, Ausstellung von Güllelieferscheinen, keine Ausbringung von Gülle von Ende Oktober bis Ende Januar, Ausbringung von Gülle nur auf Vegetationen, die den Dünger auch verwerten können, Bau moderner Behälter und Mistplatten mit eDüngung und Pflanzenschutz sind nach dem Bedarf der Pflanzen ausgerichtet. Dadurch schaffen wir es die Fruchtbarkeit unserer Böden zu erhalten. Eine Unterversorgung der Pflanzen würde zu Mangel und Krankheiten führen. Warum sollten wir die schützende Wirkung von Pflanzenschutz und Düngung für unsere Pflanzen also ablehnen. Und warum sollten wir 40% Mindererträge in Kauf nehmen. Im alltäglichen Leben finden wir Chemie doch auch als hilfreich (Seife, Shampoo, Haushaltsreiniger, Wandfarbe,...). Pflanzenschutzmittel helfen Krankheiten abzuwehren. Sie verhindern z.B., dass Mykotoxine (schädliche Pilze für Mensch und Tier) unsere Gesundheit und Fruchtbarkeit gefährden. Nahrungsmittelherstellung und die Verarbeitung werden durch strengste Gesetze geregelt, wodurch wir eine hohe Sicherheit bei der Nahrungsmittelerzeuginer 6-11 monatigen Lagermöglichkeit...entgegen. Da wir nur noch eine so kurze Zeit im Jahr die Möglichkeit haben unsere Gülle bedarfsgerecht zu verteilen, konzentriert sich der Geruch in der Zeit der Ausbringung. Die Messwerte im Grundwasser zeigen uns Landwirten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. So sind die Nitratmesswerte vom Jahr 2000 an bis 2013 an 267 (von insgesamt 411) Grundwassermessstellen gesunken. Wir sind also auf dem richtigen Weg!

Der Vorwurf der Überdüngung mit Gülle und Gärrest konnte nun auch durch den neusten Nährstoffbericht weitgehend entkräftet werden. Unsere Landwirte nehmen die Vorgaben des Düngerechts sehr ernst, und haben wieder einmal bewiesen, dass auch sie an einer Transparenz der Nährstoffströme und an einer optimalen Verwertung interessiert sind. Die Obergrenze von 170 kg N/ha  und Jahr aus tierischer Herkunft wurde so gut wie in allen Landkreisen (96%) eingehalten. Der niedersächsische Durchschnitt liegt bei 119 kg N/ha.

 

Zu 99,9 Prozent sind die Werte unterhalb der Grenzwerte

Häufig sind Statistiken verfälscht.

Wo liegen die Gründe hierfür?

Nicht von den Pflanzen aufgenommene Gülle und Kunstdünger, versickern nicht einfach ins Grundwasser. Im Boden lebende Mikroben fressen nämlich gerne Nitrat. Wenn man also relativ weit oben im Boden misst, dann findet man viel Nitrat. Misst man unten in 25 Meter Tiefe – also auf der Höhe, auf der das Trinkwasser entnommen würde –, enthalten zum Beispiel nach den Ergebnissen aus Niedersachsen nur noch 3,3 Prozent zu viel Nitrat. Aber dieses  Wasser wird nicht als Trinkwasser genutzt.

Vor gut 30 Jahren waren steigende Nitratgehalte ein echtes Problem. Damals wurde massiv Stickstoff auf die Äcker gekippt. Seither sinken die Mengen und in der Folge seit über zehn Jahren auch die Nitratgehalte im Wasser. Man hat gelernt, durch gezielte Düngung Nitrat einzusparen.  Im Rübenanbau brauchte ein Landwirt 1970 noch 25 Kilo Stickstoff für eine Tonne Zucker, heute genügen acht Kilo.

Überdüngung erfolgreich eingedämmt

Dort wo die Tierhaltung am intensivsten (z.B. Emsland) ist, ist das Grundwasser meistens sauber. Warum ist das so? Mit Düngebilanzen, Nährstoffabgabe- und annahmebelegen, Düngung nur auf Vegetation, keine Gülleausbringung im Winter,...gelang es, trotz intensiver Tierhaltung einer Überdüngung erfolgreich zu begegnen. Auf leichten Sandböden (Wald, Heide) gerät das natürliche Nitrat schnell ins Grundwasser. Nitrat wird beispielsweise bei Gewittern durch Blitze aus Luftstickstoff gebildet, es entsteht durch Zersetzung abgestorbener Pflanzen oder wird durch Schmetterlingsblütler im Boden erzeugt. Die nitratabbauenden aber sauerstoffscheuen Mikroben meiden gut durchlüftete Sandböden und prompt ist viel Nitrat im Wasser – ganz ohne menschliches Zutun.

Woher rührt dann das vernichtende Urteil der EU? Weil von tausenden Meßstellen nur 189 inbelasteten Gebieten ausgewählt werden.  Mehr als 99,9 % der Trinkwasserbrunnen in Deutschland liegen unterhalb des Grenzwertes.

Das gemeinsame Ziel von Landwirtschaft und Politik muss deshalb sein, den Mineraldüngereinsatz durch bessere Wirtschaftsdüngerausnutzung zu senken. Wichtig ist, dass der Dünger aus den Veredlungsgebieten (Tierhaltung) in die Ackerbaugebiete verteilt wird. Wichtig ist auch, dass Biogas- und Tierhaltungsbetriebe sich für eine optimale Ausnutzung zusammen tun. Und da sind wir Landwirte wirklich dran!

Wir sind Wildretter

Im Frühjahr werden die Weiden und Grünroggenbestände gemäht. Einen Tag vor dem Mähen stellen viele von uns Landwirten blaue Fahnen in die Bestände. Die Wildtiere sind durch die Farbe blau und das Geraschel irritiert, und führen ihre Jungen aus den Bestand. Wieder ein Beispiel dafür, dass wir immer versuchen das Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem hinzukriegen! Bitte nicht vergessen, die meisten von uns sind von Beruf Landwirt, weil sie für Tiere und Pflanzen etwas über haben! Parolen schwingen kann jeder, was wir brauchen sind aber Menschen, die bereit sind Mitverantwortung zu übernehmen!

Danke an die fleißigen Helfer (Fahnen fertig machen, mit Hund und Fahne durch die nassen Bestände pilgern, Fahnen vor dem Mähen wieder rausholen)! Der Einsatz lohnt sich!

 

Einen Tag später kann die Grünroggenernte beginnen.
Zwischenfruchtanbau dient zur Gründüngung, zur Verbesserung des Bodenschutzes durch Herbst- und Winterbegrünung, zum Wasserschutz durch biologische Konservierung von Nährstoffen, zur Auflockerung der unteren Bodenschichten und der damit verbundenen Stabilisierung des Bodengefüges und zur Energiegewinnung für sauberen Strom ohne Restmüllanfall!

 

Bienen (Studie mit 3000 Bienenvölkern aus dem Main-Kinzig-Kreis):

Ein fachgerechter Pflanzenschutz stellt für die Bienen keine Gefahr dar, erklärt diese Studie.  Vielmehr ist der Befall mit der aus Südostasien eingeschleppten Varroa-Milbe ausschlaggebend dafür, dass jährlich bis zu 30% der Bienenvölker sterben. Die Ansaat von Wirkstoffstreifen gegen diese Milbe(z.B. Coumafos) senkten die Bienenverluste auf unter 10 %. 

In diesem Jahr starben sogar nur unter 1% der Bienen (auch in Maisintensiven Gebieten).

Die Biene liegt auch uns Landwirten sehr am Herzen. Und so laufen im Jahr 2015 verschiedene Blühstreifenprogramme an. Auf bisher gelaufenen Vorträgen zu diesem Thema, konnte man erkennen, dass unsere Landwirte diesem Thema sehr aufgeschlossen und interessiert gegenüber standen.

 

 

2. Fakten zu unserer Tierhaltung und Tiertransporten

Der Tierschutz in Deutschland befindet sich im internationalem Vergleich auf sehr hohem Niveau und übertrifft häufig sogar die EU Standards. Wir Landwirte sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Tieren bewusst, und sind in der Lage auch eine Menge an Tieren tiergerecht zu halten.

Bedarfsgerechte Fütterung, den Bedürfnissen der Tiere angepasste Stallungen, vollklimatisierte Ställe, moderne Schlachtung und kurze Transportwege, moderne Fütterungstechniken, welche den Tieren einen selbst bestimmten Zugang zum Futter ermöglichen, Beschäftigungsmaterial,....im Einklang mit Gesetzen und Kontrollmechanismen ermöglichen eine hohe Nahrungsmittelsicherheit. Auch ein Ende der Entwicklung in Richtung Tierwohl ist nicht in Sicht.  Trotzdem wünschen wir mehr Wertschätzung für unsere erzeugten Produkte. Es kann doch nicht richtig sein, dass Wasser mehr kostet als Milch oder 1kg Katzenfutter teurer ist als 1kg Kotlett. Und es kann auch nicht sein, dass ein Ferkel noch das Gleiche wie vor 25 Jahren kostet, wo doch alle anderen Nebenkosten gestiegen sind. Auch der Verbraucher trägt beim Einkauf  Verantwortung!

Die Einführung von Leistungsgrenzen würde erfolgreiche Landwirte für ihre Leistung abstrafen und die Schlechten belohnen, und zudem noch den Fortschritt in Richtung Tierwohl verhindern.

Wir planen unsere Ställe nicht planlos! Wir sind diejenigen, die immer daran interessiert sind Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang zu bringen. Nur ein Beispiel von vielen für sachorientierte Lösungsansätze wird im nächsten Video aufgezeigt.

Fakt ist auch, dass unsere Viehhaltungsbetriebe am Antibiotikamonitoring teilnehmen. Ziel ist es den Antibiotikaeinsatz zu minimieren. Auch hier sind wir auf dem Weg, und auf der Suche nach Alternativen (z.B. Homöopathie), wenn unsere Tiere mal krank werden. Bei Nutztieren kann ein MRSA Keim auftreten. Das größte Infektionsrisiko besteht aber im Krankenhaus!

Video: Wir transportieren Tierschutz!

Auch Tierärztinnenen wie Nadine Henke nehmen folgendermaßen Stellung zu dem Thema:

"Kurz gesagt – kranke Tiere müssen behandelt werden, so wenig wie möglich, jedoch so viel wie nötig!!!

Sowohl Antibiotika als auch Hormone als "Leistungsförderer" sind in Deutschland seit mehr als 10 Jahren verboten. Das Arzneimittelrecht enthält sehr strenge Vorgaben zum Medikamenten-Einsatz.
Tierhalter dürfen Arzneimittel nur auf Anweisung des Tierarztes einsetzen. Mit einem Abgabebeleg dokumentiert der Tierarzt jede Arzneimittelabgabe und der Tierhalter im Anwendungsbeleg jede Arzneimittelanwendung. Der Antibiotika-Leitfaden der Bundestierärztekammer enthält Regeln für die sachgemäße Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung. Eine tierärztliche Bestandsbetreuung ist vorgeschrieben und das QS System verlangt den
Nachweis von Betreuungsverträgen.
Eine gute Tiergesundheit ist die Voraussetzung für hohe Leistung und Lebensmittelqualität. Sie wird durch Hygienemaßnahmen und Schutzimpfungen gefördert.
"


Das Tierschutzgesetz verlangt, dass kranke Tiere behandelt werden müssen. Das ist wichtig und richtig! Durch die Behandlung wird eine weitere Ausbreitung vorhandener Erkrankungen im Bestand eingedämmt.
Denn Resistenzen werden durch eine unsachgemäße Anwendung von Antibiotika gefördert, sowohl in der Tier- als auch und insbesondere in der Humanmedizin.

Die Bakterien aus dem Human- und Veterinärbereich sind mit einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von 98,8 % nicht miteinander verwandt. Das bedeutet, dass die Resistenz im Humanbereich nicht durch Keime aus der Tierhaltung verursacht worden sind. Das wurde in allen durchgeführten Studien bewiesen.
Solche wissenschaftlichen Erkenntnisse können doch Kritiker nicht einfach übersehen, nur weil  es darum geht, die moderne Nutztierhaltung anzuprangern.
In diesen ideologisch, emotional geprägten Rundumschlägen gegen unsere Landwirtschaft wird leider weder die Eigeninitiative der Wirtschaft zur Etablierung eines Antibiotikamonitorings gewürdigt, noch das Vorhandensein von Leitlinien zum verantwortungsbewußten Antibiotikaeinsatz; Maßnahmen,
die man sich auch für die Humanmedizin wünschen würde.

Fakt ist auch, dass die Gruppenhaltung (s.Foto Gesmolder Familienbetrieb) von Sauen außerhalb der Belegungs- und Säugezeit Pflicht ist! Die Tiere können sich frei in einem aus Freß-, Liege- und Ruhebereich bestehenden Stall bewegen.

 

3. Fakten zur Vermarktung

Produkte mit einem Mehr an Tierwohl sind sehr schwer am Markt zu etablieren.

Viele von uns Landwirten haben in ihrer Berufslaufbahn schon an vielen Markenfleischprogrammen teilgenommen. Leider waren die Mehrkosten in der Produktion nicht oder nur selten beim Verbraucher durchzusetzen. Oder wir haben kurzfristig ein wenig mehr Geld bekommen, und dann wurden die Verbesserungen wieder zum Standard erklärt.  Gespannt sind wir auf das Programm Initiative Tierwohl, und hoffen wieder einmal, dass dieses für uns nicht zur Nullrunde wird. Außerdem wünschen wir uns Respekt dafür, dass wir unseren Tieren auf freiwilliger Basis ein Mehr an Tierwohl über dem gesetzlichen Standard bieten werden.

Schade, dass Theorie und Praxis so wenig konform sind.

 

4. Fakten zu unserer Biogasproduktion

Der Klimaschutz durch erneuerbare Energien ist eine gute Alternative zum Atomstrom. Eine Erzeugung ohne Restmüll und Endlagersuche (verbunden mit hohen Kosten) . Außerdem wissen wir mittlerweile ja nun alle, dass Atomstrom der wirklich teure Strom ist. Nach 200 Miliiarden wirklichen Subventionen, folgen jetzt noch 30 Milliarden Euro Nachsorgekosten, die dann ja wohl dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Die regenerativen Energien sind wichtig, damit der Abschied von Gefahren- und Schadtechnologien wie Atom und Kohle schnellstmöglich gelingt. Denn unschädlich ist der Atommüll in 500.000 Jahren immer noch nicht!

Der anfallende Mist aus unserer Tierproduktion, der eh vorhanden ist,  eignet sich hervorragend zur Stromerzeugung. Mit der Abwärme aus der Biostromerzeugung können Stallungen, Häuser, Schwimmbäder,...geheizt werden. Mit dem Gärrest  (geruchsarm) erhalten unsere Pflanzen einen sehr guten Dünger. Ein Kreislauf ohne Restmüll! Durch neue Techniken werden die Silagenanteile stetig minimiert. Deshalb ist es nicht gut, das Entwicklungspotential für eine saubere Energieerzeugung, welches unsere Biogasanlagen haben, schon im Vorfeld totzureden. Lieber sollten die Landwirte zusammen einen Weg finden, den Mist, der eh da ist zu vergären bevor man ihn auf den Acker fährt. Natürlich müssen Mistlieferant und Stromerzeuger davon profitieren. Bei einer guten Kooperation sinkt dann auch der Flächenverbrauch für Mais.

Von Vermaisung im Meller Raum kann überhaupt keine Rede sein, da nur auf 20% der Flächen Mais angebaut wird. Wir finden unser Landschaftsbild sehr attraktiv, nicht auch zuletzt dank unserer Landwirtschaft, die ja zum Großteil die Landschaft pflegt! Der Mais ist eine sehr effiziente Pflanze, der man damit unrecht tut sie so schlecht zu reden. Eigentlich mögen die Menschen am Mais nur nicht, dass er Ihnen die Sicht nimmt, und er dadurch einfach mehr auffällt und eine Sichtbarriere ist. Von Verspargelung spricht ja auch in bestimmten Regionen niemand.

Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge prägt das Meller Umland:

 

5.Fakten zu unseren Betriebsstrukturen

11% der Sauen haltenden Betriebe (Betriebsgröße um die 50 Sauen)  sind in Niedersachsen im vergangenen Jahr (2012) aus der Produktion ausgestiegen, weil sie zum Großteil die neuen Auflagen (Umstellung auf Gruppenhaltung) nicht umsetzen konnten. Wieder ein Beispiel dafür, dass neue Gesetze und nicht große Betriebe die Kleineren zum Aufgeben zwingen.

 

6. Fakten zu unserer Gesetzgebung

EEG:

Die Beibehaltung der bisherigen Vergütungsstruktur für Biogasanlagen (größenunabhängig), die ausschließlich Gülle, Mist und landwirtschaftliche Nebenprodukte einsetzen, ist auch aus der Sicht des Klimaschutzes wichtig. Dabei müssen die verschiedenen Mistarten unbedingt gleichgestellt sein. Der Mist ist doch sowieso da. Es ist doch aus der Sicht des Umweltschutzes völlig unlogisch, diesen nicht zur Energiegewinnung zu nutzen. Außerdem möchten wir eine Antwort auf die Frage, wie teuer Atomstrom (inklusive Atommüllentlagerung) tatsächlich ist, denn die Aussage „der teure Biogasstrom“, zweifeln wir unter diesem Gesichtspunkt stark an. Mittlerweile weiß ja nun auch jeder, dass der Rückbau und die damit verbundenen Kosten von Atomkraftwerken völlig unterschätzt wurde.

 

7.

 8.)

Stellungnahme zum Fleischkonsum!

Ein Hähnchen braucht, 1,6kg Getreide für 1 kg Zuwachs. Ein Schwein braucht 2,7kg Futter für ein kg Fleischzuwachs. Richtig ist, das Schwein und Geflügel teilweise in Nahrungskonkurrenz zum Menschen stehen, aber nicht jedes erzeugte Getreide hat Nahrungsmittelqualität hat. Im Lebensmittelsektor wird ganz klar zwischen Nahrungsmittel- und Futterqualität unterschieden. In diesem Fall ermöglicht uns die Tierhaltung so ziemlich jedes erzeugte Getreide auch sinnvoll zu verwerten und weniger zu entsorgen. Ein zu hoher Fleischverzehr verzerrt das biologische Gleichgewicht, gar keiner aber auch. Deshalb ist es immer wichtig, dass richtige Maß zu finden.
Das Rind ist ein Wiederkäuer und Pflanzenfresser, welches durch seinen Pansen Eiweiß aus Grünzeug verwertbar macht. Weltweit gibt es sehr viel Grünland, welches in keinster Weise für den Ackerbau geeignet ist. Durch Rinderhaltung und überhaupt Tiere, die Gras fressen wird für uns Menschen nicht für die Nahrungskette verwertbares Grünland durch Schaf und Rind und die damit verbundene Fleischerzeugung, für die menschliche Nahrungskette verfügbar gemacht. Der Mensch besitzt nun einmal keinen Pansen, durch welchen Eiweiß aus Gras verfügbar gemacht wird. Ist doch gut, dass die weltweiten Grünlandflächen dadurch genutzt werden. Eiweiß ist nun einmal für die meisten Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Nahrung. Deshalb doch lieber eine ausgewogene Ernährung mit allem in Maßen! Denn zu viel ist immer zu viel, aber in jede Richtung!